Nach Schwedt fuhr ich im ersten Auto mit, wir waren sehr früh da und die Suche nach einem schon Sonntag früh gegen halb zehn geöffneten Bäcker blieb erfolglos. Auto 2 war besser dran und nutzte eine Tankstelle.

Bretter 1 bis 6
Zum Ende der Eröffnungsphase und dem Beginn des Mittelspiels konnte Thomas sein Gegner ein Bauern auf b7 gewinnen, nahm jedoch Abstand. Torsten H. hatte eine Figur für 2 Bauern, gutes Spiel und nach dem Damentausch sogar einen Turm gegen 2 Bauern. Torsten R. wollte da mit Figur für einen Bauer nicht nachstehen. Martin dagegen opferte eine Figur für 2 Bauern und einen in der Mitte verbliebenen gegnerischen König. Nach den Siegen von unseren beiden letzten Brettern öffnete er das Zentrum, gewann die Figur zurück und verblieb mit 2 Mehrbauern. Tino hatte inzwischen zum 3:0 erhöht und Martin steuerte mit seinem Sieg den 4.Punkt bei. Auch Thomas reihte sich bei den Gewinnern ein und es stand 5:0.

Bretter 3 bis 8
Bei den drei restlichen Partien sah es nicht so eindeutig aus. Daniel hatte nach der Eröffnung etwas voreilig seinen f-Bauern nach vorne gezogen und ärgerte sich mit einem gedeckten Freibauer auf e6 herum. Ich hatte in einer geschlossenen Stellung das Läuferpaar gegen das Springerpaar und versuchte mit dem Bauernhebel g5 die Stellung zu öffnen. Nebenan bei Andreas ging es taktisch hoch her, es wurde viel geopfert. Sein König war noch in der Mitte, dafür hatte er die offene g-Linie zum gegnerischen König. Als ich endlich materiellen Vorteil hatte, verlor Andreas. Bei meiner nicht guten Abwicklung ins Turmendspiel blieb neben meiner Mehrfigur nur ein Bauer, während mein Gegner noch 3 verteilte Freibauern hatte. Es wurde ein sehr langer Weg zum Sieg. Ich holte mir mit König und Turm einen nach den anderen Bauer ab, während mein Läufer etwas unterstütze und vorrangig meinen letzten Bauern deckte. Erst dann näherte sich mein c-Bauer -unterstützt von König, Turm und Läufer- der Umwandlung. Nach 111 Zügen gab mein Gegner auf.

Endspiele von Daniel (links) und mir
Daniel lehnte das Remisangebot des Gegners ab und hatte die Idee eines Bauerndurchbruches. Das Risiko war jedoch, dass auch der Gegner gefährliche Bauern erhielt. Wie sich später mit Hilfe der Blechkisten herausstellte, war seine Idee richtig, er opferte jedoch den falschen Bauer und es wurde nur Remis zum Endstand 6½:1½. Nach der Rückfahrt kehrten wir noch beim Griechen ein und warteten auf die anderen Ergebnisse.
Einzelergebnisse:SC Schwedt 1½-6½ Doppelbauer Woltersdorf
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1 Henry Tenner 0-1 Tino Dzubasz 1
2 Sebastian Woitschach ½-½ Daniel Gurack 2
3 Wilfried Heise 0-1 David Schmidt 3
4 Klaus Tenner 1-0 Andreas Papendieck 4
6 Hartmut Sy 0-1 Martin Hufschild 5
8 Lothar Rödel 0-1 Thomas Krüger 8
10 Wiktor Schander 0-1 Torsten Rehbein 10
19 Christoph Pottrick 0-1 Torsten Hannebauer 15
In der letzten Runde sichert nur ein Sieg gegen Bad Freienwalde den Aufstieg, wenn man nicht auf fremde Hilfe angewiesen sein will. Im Kampf um den Platz in der Landesklasse hat selbst der Tabellenvierte noch rechnerische Chancen.
Tabelle:Nr.Mannschaft Pkt. Brett Wrt.
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1 Doppelbauer Woltersdorf 14- 2 42½ 197
2 SV Preußen Frankfurt II 13- 3 41½ 176
3 SV Motor Eberswalde 12- 4 38½ 182
4 SKV Bad Freienwalde 12- 4 37 171
5 SC Rochade Müncheberg 9- 7 31½ 145
6 SV G-A Rüdersdorf II 7- 9 29 133½
7 SC Schwedt 6-10 31 135
8 KSC Strausberg 3-13 24½ 111
9 ESV Eberswalde III 3-13 22 92½
10 SV Briesen 1-15 22½ 97