Kaum hatte ich die ersten Bilder bei unserem Auswärtspiel in Eberswalde aufgenommen, hatte unser Schatzmeister schon einem Turm mehr. Nun ist normalerweise ein Turm mehr eine sichere Bank für einen vollen Punkt, es kamen jedoch sofort Erinnerungen an das letzte Punktspiel hoch.
Spielsaal
Bei den anderen Bretter waren die Vorteile nach einigen Zügen nicht so deutlich. Tino hatte 3 Bauern, wovon einer schon auf f7 stand, gegen eine Figur und der gegnerische König war noch in der Mitte. Andreas gewann einen Bauer. Die anderen Vorteile waren eher positioneller Art. Torsten bekam seine Türme auf die offene h-Linie, auch Thomas besetze eine offene Linie. Sein Gegner fand in gedrückter Stellung nicht die besten Züge und eine Springergabel entschied die Partie. Ich gewann im Mittelspiel ein Bauer und beim Übergang ins Schwerfigurenendspiel unterschätzte ich die aktiven Möglichkeiten meines Gegners. Er wählte jedoch nicht die Möglichkeit einer Zugwiederholung, sondern holte sich den Bauern zurück. Bei beiderseitgen Chancen gewann ich nach dem Damentausch im Turmendspiel die Oberhand und erhöhte zum 2:0. Daniel hatte den Anzugsvorteil des Gegners gekonnt ausgeglichen, lehnte das Remisangebot ab und konnte mit dem Bauernzug f4 Ungleichgewichte auf dem Brett erzeugen. Tino hatte inzwischen eine Qualität gewonnen, des Gegners König war immer noch in der Mitte und kurz darauf gewann er. Die taktischen Drohungen von Daniel führten zur 4:0-Führung. Andreas sein Gegner griff den Monarchen an und gab seinen Läufer für Bauern und eine offene Königstellung, die zu vielen Schachgeboten führte. Martin spielte eher eine ruhige Partie und erhöhte allmählich den Druck. In beiderseitiger Zeitnot gewann er die Dame und damit die Partie, während die Partie von Andreas in einer Zugwiederholung endete. Zwischenstand 5½:0½
von einem Mehrturm und so (Weiß jeweils am Zug)
Unser Schatzmeister quälte sich mit seinem Mehrturm, gab bei einer Springergabel ein ganze Figur statt nur die Qualität. Um den 40.Zug herum hatte sein Gegner sogar wieder praktische Remischancen, doch die Partie endete in einem Bauernendspiel mit Mehrspringer für Harald. In der letzten Partie wehrte Torsten die gegnerischen Drohungen durch ein Turmopfer auf g2 zum Dauerschach ab. Endstand 7:1. Einzelergebnisse:
ESV Eberswalde III 1-7 Doppelbauer Woltersdorf -------------------------------------------------- 1 Dieter Türtmann 0-1 Tino Dzubasz 1 2 Manfred Lehmann 0-1 Daniel Gurack 2 4 Gerd Wanka 0-1 David Schmidt 3 5 Winfried de Taillez ½-½ Andreas Papendieck 4 6 Achim Broock 0-1 Martin Hufschild 5 7 Daniel Broock 0-1 Harald Nöske 7 9 Eckardt Wolkenstein 0-1 Thomas Krüger 8 15 Konrad Lichtwardt ½-½ Torsten Rehbein 10
Durch den hohen Sieg konnten wir an Motor Eberswalde nach Brettpunkten vorbeiziehen. In der nächsten Runde empfangen wir den Spitzenreiter aus Frankfurt. Tabelle:
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